Gräfin von Paris

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Gräfin von Paris, November 2016Die Birne Gräfin von Paris (in Frankreich Comtesse de Paris) ist eine Züchtung von William Fourcine in Dreux (Departement Eure-et-Loire), die dieser Ende des 19. Jahrhunderts vorstellte. Bei dieser Sorte handelt es sich um eine Winterbirne, die ab Ende Oktober pflückreif wird. Ihre Genußreife erreicht sie im Dezember und kann sich bei entsprechender Lagerung bis Februar halten.
Bei guter Ausreifung wird das Fruchtfleisch halbschmelzend bis schmelzend, im Geschmack süß mit geringer Säure und etwas Gewürz. Allerdings schwankt die Fruchtgüte von Jahr zu Jahr. An ungeeigneten Standorten bleibt sie rübig und trocken. Ein weiterer Nachteil ist ihre Neigung zu Fruchtrissen und je nach Lage für Schorf.
Der Baum wächst mittelstark, die Verzweigung sollte durch einen regelmäßigen Schnitt gefördert werden. Für Quittenunterlage benötigt Gräfin von Paris eine Zwischenveredlung. Sie trägt regelmäßig und reichlich, sollte u.U. etwas ausgedünnt werden. Sie ist insgesamt eher für den Anbau im Obstgarten, hier in geschützer Lage, als für Obstwiesen geeignet.