Leipziger Rettichbirne

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Die Leipziger Rettichbirne ist eine alte sächsische Sorte, die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben wurde. Sie ist eine kleine Sommerbirne und reift Ende August / Anfang September.
Mit dem Einsetzen der Pflückreife muß sie geerntet werden. Die Früchte sind dann noch grün und etwas schwierig zu pflücken. Der Stiel löst sich schlecht vom Fruchtkuchen. Allerdings werden sie bei zu später Ernte mehlig. Im Gegensatz zu einigen anderen Sommerbirnen können die Früchte der Leipziger Rettichbirne über zwei bis drei Wochen verteilt ausgepflückt werden. Rechtzeitig geerntet ist die Leipziger Rettichbirne saftig, süß und etwas gewürzt. Sie eignet sich sowohl als Tafelbirne, als auch zum Einkochen und Dörren.
Der Baum wächst kräftig und bildet eine ausladende Krone. Der Ertrag ist regelmäßig und hoch, die Früchte sind windfest. Er eignet sich sehr gut als Landschaftsbaum oder zur Anpflanzung in Streuobstbeständen.

Clapps Liebling

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Clapps Liebling, August 2014Die Reifezeit von Clapps Liebling liegt im August, genußreif ist sie bis maximal Anfang September. Durch ihre Größe, schöne Ausfärbung und Geschmack ist sie eine der attraktivsten Sommerbirnen. Gezüchtet wurde die Birne vor 1860 durch Thaddeus Clapp in Dorchester (Massachusetts / USA) und vor 1900 in Deutschland eingeführt.
Rechtzeitig vor der Baumreife geerntet, wird das Fruchtfleisch schmelzend, sehr saftig und süß mit einer feinen Säure. Mit der Baumreife beginnen die Früchte zu fallen, bis dahin hängen sie windfest. Die Früchte sind sowohl für den Sofortverzehr, als auch zum Einwecken, Dörren (ohne Schale) oder als Saft zu verwerten.
Der Baum ist zunächst stark wachsend, mit dem einsetzenden Ertrag hängen die Leitäste oftmals bogenförmig herab, so dass die Krone mehr in die Breite als in die Höhe geht.

Kuhfuß

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Der Kuhfuß, auch Pfundbirne, gehört zu den Koch- und Dörrbirnen mit hauptsächlich norddeutscher Verbreitung. Die Früchte werden mittelgroß bis groß. Sie sind vorwiegend süß, dabei saftig, das Fruchtfleisch ist etwas körnig. Rechtzeitig geerntet lassen sie sich sehr gut verarbeiten, der Kuhfuß gilt als eine der besten Dörrbirnen, kann aber auch zum Kochen verwendet werden. Die Pflückreife erreicht er Ende August / Anfang September und ist dann maximal vier Wochen haltbar. Überreif wird er teigig.
Der Baum ist starkwüchsig und wird sehr groß. Der Kuhfuß ist damit kaum für den Hausgarten geeignet. Eine Pflanzung sollte eher als Landschaftsbaum oder in einer Streuobstwiese erfolgen.

Julidechantsbirne

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Eine der am frühesten reifenden Birnen ist die Julidechantsbirne. Wie bei den meisten alten Sommersorten sind die Früchte sehr klein und nur wenige Tage lagerfähig. Trotzdem wurde sie recht häufig gepflanzt, da ihr Wert vor allem im Reifezeitpunkt lag. Mitte bis Ende Juli erreicht sie ihre Genußreife, sollte aber, wie alle Birnen, hartreif gepflückt und erst nach kurzer Lagerung gegessen werden. Vollreif ist sie saftig, süß und schmelzend, mit wenig Säure. Die Früchte sind etwas windfällig und bei Überreife fallen sie innerhalb weniger Tage komplett vom Baum.
Der Baum hat eine mittlere Wuchsstärke und ist damit auch für den Hausgarten geeignet. Da die Früchte jedoch innerhalb weniger Tage verbraucht werden müssen, lohnt sich die Sorte wohl vor allem als Teil eines Mehrsortenbaums.